www.u-v.de - Aquaristik - CO2



dot

Home

dot

Aquaristik

dot

CO2- Düngung

dot

Torf

dot

Umkehrosmose

dot

Wasserwerte

dot

Diverses

dot

Symbolerklärung

dot

technische
Hinweise



CO2- Düngung

Kohlendioxid ist ein farb- und geruchloses Gas, das in hoher Konzentration erstickend wirkt!
Es ist schwerer als Luft, weshalb es sich normalerweise am Boden sammelt. Eine Versorgung des Aquariums mit Kohlendioxid senkt den i_link pH- Wert und dient den Pflanzen als unentbehrlicher Nährstoff. Siehe hierzu auch Wasserwerte: i_link CO2.

Arten der Versorgung

Hefe- Gärung

Die preiswerteste Möglichkeit der CO2- Versorgung besteht darin, die Hefe- Gärung zu nutzen.
Hierzu füllt man einen Teelöffel Trockenhefe, 200g Zucker und vier L Wasser in einen 5L- Kanister. Dieser wird mit einem durchbohrtem Stopfen verschlossen und mit einem Schlauch mit dem Aquarium verbunden (Einleitungsmöglichkeiten siehe sprung unten).
Es ist unbedingt zu empfehlen, eine Waschflasche oder einen Blasenzähler zwischenzuschalten, um zu verhindern, daß Schaum ins Aquarium gelangt.
Der größte Nachteil dieser Methode besteht darin, daß die Hefegärung nicht gleichmäßig verläuft: Sie startet ein bis zwei Tage nach dem Ansetzen des Kanisters, produziert dann sehr viel CO2, um dann allmählich nachzulassen.

CO2- Druckgasflasche

CO2- Druckgasflaschen liefern dagegen kontinuierlich CO2.
Es gibt verschiedene Größen im Handel (z.B. 500, 750, 1500, 2000g), wobei aus Kosten- und Bequemlichkeitsgründen eine relativ große Flasche gewählt werden sollte.
Die Auffüllung im Getränkefachhandel oder in Baumärkten ist meist deutlich preiswerter als in Aquaristik- Geschäften.
Des weiteren benötigt man einen Druckminderer, der nach Möglichkeit zweistufig ausgeführt sein sollte, sodaß man den Arbeitsdruck getrennt regulieren kann, ein Rückschlagventil, damit kein Wasser in die Flasche zurücklaufen kann (!Korrosion!) und Schläuche, die für CO2 geeignet sein müssen, da sonst CO2- Verluste auftreten.
Zu beachten ist, das CO2 in Flaschen als Flüssiggas geliefert wird, dieses bleibt nur bis zu einer Temperatur von etwa 40°C flüssig, danach entweicht der Flascheninhalt über das eingebaute Sicherheitsventil (eigentlich eine Berstscheibe). In einem solchen Fall sofort Fenster aufreissen und den Raum verlassen. Erstickungsgefahr!
Das Sicherheitsventil muß anschließend ausgetauscht werden.
Ebenso ist die Flasche gegen Umfallen zu sichern, da sonst das Ventil beschädigt werden kann.
CO2- Flaschen dürfen nur aufrecht stehend verwendet werden, da sonst flüssiges (und sehr kaltes) Kohlendioxid austritt.

Methoden zu Einleitung

Prinzipiell muß das CO2 eine möglichst langen und intensiven Kontakt zum Wasser haben, um optimal gelöst zu werden.
Die einfachste, aber nicht unbedingt effektivste Methode besteht in einem Lindenholzausströmer, der möglichst tief im Aquarium installiert wird.
Weiterhin gibt es die verschiedensten Konstruktionen, in denen das CO2 durch eine Art Labyrinth geleitet wird (z.B.
e_link Dennerle Flipper). Diese Geräte sollten im Ausströmbereich des Filter angebracht werden.
Eine weitere Gruppe arbeitet ebenfalls mit Labyrinth, hier wird jedoch ein Teil des Filterstroms direkt durch das Gerät geleitet.
Die imho eleganteste Möglichkeit besteht darin, das CO2 in den Außenfiltereingang einzuleiten, z.B. mit dem e_link Dennerle Microansauger oder den e_link Zajac T- Stück.
Der Vorteil hier liegt darin, daß keine zusätzlichen Geräte im Aquarium notwendig sind und kurze Schlauchverbindungen ausreichen.
Den Filterbakterien bereitet das CO2 keine Schwierigkeiten.

Methoden zu Regelung

Grundsätzlich ist eine CO2- Konzentration von etwa 30 mg/L anzustreben. Diese Konzentration läßt sich durch den i_link pH- Wert, der abhängig von der i_link Karbonathärte ist, überprüfen.
Zur Ermittung des optimalen pH- Wertes bei der jeweiligen Karbonathärte gibt es hier eine i_linkTabelle oder auch eine i_linkBerechnung:
mg/L CO2 = (KH / 2,8) * 10 (7,9 - pH)

Dies setzt jedoch voraus, daß kein i_linkTorf oder andere pH- verändernde Mittel verwendet werden. Bei sparsamer CO2- Zufuhr kann ganz auf eine Regelung verzichtet werden.

Nachtabschaltung

Da Pflanzen nur am Tag CO2 verbrauchen und in der Nacht (wie die Fische) Sauerstoff veratmen, wird in der Nacht wenig bis kein CO2 verbraucht.
Daher ist die einfachste Art der Regelung ein Magnetventil, das zusammen mit der Beleuchtung an eine Zeitschaltuhr gehängt wird

pH- Steuerung

Hier handelt es sich um ein pH- Meßgerät, das bei Überschreitung eines einstellbaren pH- Wertes oben erwähntes Magnetventil öffnet.
Die dazugehörige pH- Elektrode muß regelmäßig mit einer Pufferlösung kalibriert werden.


mailSchreib mal wieder :
u.volmer@u-v.de

mein PGP- Key


Copyright © 2004 by Ulf Volmer

Valid HTML 4.0!